Fernweh

New York – 9/11 Memorial und Central Park (28.12.2012)

Weiter geht es mit unserem vierten Tag im schönen New York.

Wie bereits erwähnt, hatten wir am Tag zuvor erst erfahren, dass man sich für das 9/11 Memorial extra Tickets holen muss. Wir standen also pünktlich um 9 Uhr an der 9/11 Preview Site, um uns eines der begehrten Tickets zu ergattern. Schlauere Touristen informieren sich übrigens vorher und reservieren sich ihr Ticket vorab online. Da wir nicht so schlau waren, standen wir erst einmal eine halbe Stunde draußen an. Dann wurde eine erste Ladung Personen ins Gebäude gelassen, wo wir dann wieder knappe 30min warteten. Der Hammer ist: Die Tickets kosten noch nicht mal was. Man kann spenden, muss aber nicht. Trotzdem muss man dafür Schlange stehen.

Nachdem man sich sein Ticket gesichert hat, geht man rüber zum 9/11 Memorial Entry. Dort darf man erst einmal wieder Schlange stehen für den Security Check. Diesem entgeht man leider an kaum einer Sehenswürdigkeit in New York. So waren wir dann gegen 11 Uhr endlich drin! Zum Konzept des Memorials verrät uns Wikipedia folgendes:

„Bereits 1993 wurde für die sechs Opfer des damaligen Terroranschlags ein Wasserbassin als Gedenkstätte errichtet. Dieser reflecting pool war mit den Namen der Getöteten beschriftet. Mit den Anschlägen am 11. September 2001 wurde neben den Gebäuden auch diese Gedenkstätte zerstört.

Die Gedenkstätte soll an die Opfer der Anschläge von 1993 und 2001 erinnern. Sie symbolisiert sowohl die 2.749 Opfer als auch die zerstörten Gebäude. Das Mahnmal ist das Herzstück des Komplexes, das von den neuen Hochhaustürmen umrandet wird.

An den Stellen der zerstörten Zwillingstürme befinden sich, „Fußabdrücken“ gleich, zwei große Becken. In der Mitte der beiden Wasserflächen auf Straßenniveau, umgeben von Bäumen, fällt das Wasser jeweils neun Meter in ein Untergeschoss. Sie sind die größten von Menschen geschaffenen Wasserfälle der USA. Durch die Wasserwände fällt das Tageslicht in den unter den Bassins liegenden Pavillon. In diesem befinden sich zwei Gedenkräume mit den Namen der Toten und einem Museum. Die Gedenkstätte heißt Reflecting Absence, übersetzbar mit ‚Nachdenken darüber, was fehlt‘. Zugleich ist die Bezeichnung ein Wortspiel mit der reflektierenden Wasseroberfläche der Bassins.“

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new_york_ground_zero_2Diese riesigen Wasserbassins sind sehr beeindruckend. Allerdings ist es irgendwie unvorstellbar, dass genau an dieser Stelle einmal ein Skyscraper gestanden haben soll. Man kann sich das gar nicht so richtig vorstellen. Aber es ist schon ein komisches Gefühl an diesem Ort zu stehen und zu wissen, was damals passiert ist. Es kommt einem auch total komisch vor, dass dort Flyer ausgegeben werden, welche die Ereignisse des 11. September 2001 beschreiben. Für uns ist das ganz klar. 9/11 ist ein Begriff und jeder von uns war „dabei“. Ich kann Jeden in meinem Bekanntenkreis fragen und er weiß dann noch, wo er war und was er getan hat, als er das erste Mal von dem Attentat erfuhr. Spätere Generationen, die einmal dieses Memorial besuchen werden, kennen diese Geschichte nicht mehr aus eigener Erfahrung.

Da das Wetter so schön war, gingen wir anschließend noch in den Central Park und machten einen laaaaangen Spaziergang bei Sonnenschein. Abends ging es dann noch ins Musical zu Mary Poppins. Wirklich sehr schön und dem Film sehr gut nachempfunden. Die lustigste Geschichte des Abends ist aber: Neben uns saß eine Amerikanische Familie, die in der Pause gegangen ist, weil sie wohl dachten, dass das Musical zu Ende wäre. Das fand ich schon sehr lustig… 😀

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