Fernweh

Reisebericht Florida: Everglades

Tag 7: Everglades

Weiter geht es auf dem nächsten Abschnitt unserer Reise durch Florida: Die Everglades. Von der Tradvelodge in Fort Myers, mit Waffeln zum Frühstück gestärkt, starteten wir unseren Tag in den Everglades. Diese umfassen ein weitaus größeres Gebiet, als den Everglades National Park selbst und werden nur von einer Straße durchkreuzt: Dem Tamiami Trail (US 41). Er erhielt seinen Namen durch seine Route von Tampa nach Miami.

 

Vorbei an Naples war unser erstes Ziel Everglades City, da wir an den Tagen zuvor bereits zahlreiche Flyer für Airboat Touren in den Everglades gesammelt hatten natürlich  unbedingt eine Tour durch die Mangroven Tunnel der Everglades machen wollten. Zur Auswahl standen zahlreiche verschiedene Anbieter und Angebote. Schließlich entschieden wir uns für die Tour mit Jungle Erv’s, die direkt am Eingang zu Everglades City zu finden ist.

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Die Fahrt mit einem Airboat gehört meiner Meinung nach definitiv zu den Dingen, die man unbedingt in den Everglades gemacht haben muss. Eigentlich kommt man durch die vielen Angebote fast nicht drum rum. Und es ist wirklich ein Erlebnis mit richtig Tempo durch diese Mangroven Wälder und Tunnel zu fahren. Ich habe mich auch die ganze Zeit gefragt, wie man dort die Orientierung behalten soll. Irgendwie sah alles irgendwie gleich aus und irgendwie auch nicht.

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Im Video erhaltet ihr einen kleinen Einblick in den Airboat-Ride aus meiner Perspektive. In den letzten 30sec des Videos seht ihr, wie man mit Speed durch dieses Gebiet heizen kann 🙂

Während der Tour bekamen wir dann auch unseren erste, von vielen, Alligatoren zu sehen:

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Im Anschluss an die Tour war der Everglades City Boardwalk im Preis inkludiert. Auf diesen Boardwalks erhält man die Möglichkeit trockenen Fußes, auf Stegen, durch die riesigen Sumpfgebiete der Everglades zu spazieren und sich die Natur quasi hautnah anzusehen. Außerdem gab es dort auch eine kleine Gator-Station an der man Alligatoren hautnah erleben durfte. Dabei wurden einem mehrere Alligatoren und deren Eigenheiten hautnah gezeigt. Ein richtig krasser Job für die Männer, die täglich mit diesen Tieren „kämpfen“ müssen, um ihr Maul für uns Touristen auf zu halten. Kleiner Gator aus nächster Nähe:

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Besonders spannend war, dass man dort auch kleine Alligatoren halten durfte. Allerdings war gerade an diesem Tag ein „Neuling“ am Start, der sich erst noch an daran gewöhnen musste. Frauen durften an diesem Tag daher nur „streicheln“. Allerdings reichte mir das schon vollkommen aus, wenn ich gesehen habe, wie kräftig schon diese kleinen Alligatoren mit dem Schwanz um sich schlagen und zubeißen können. Mein Freund durfte ihn aber halten.

Es war in jedem Fall ein echtes Erlebnis eine Alligatoren aus nächster Nähe zu sehen und sogar anzufassen. Gedanken machte ich mir allerdings doch zum Tierschutz usw. – Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben in Gefangenschaft besonders schön für die Alligatoren ist.

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Danach ging es weiter den Tamiami Trail hinunter. Zu Beginn unserer Fahrt durch die Everglades dachte ich noch, dass es schwer sein würde überhaupt einen Alligatoren zu sehen und dass wir uns freuen würden, wenn wir überhaupt einen sehen würden. Unterwegs wurden wir allerdings eines Besseren belehrt. Alligatoren gibt es dort ständig und überall zu sehen. Aber es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis.

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Leider eine echte Enttäuschung und gefühlt eine echte Touristen-Falle war das Miccosukee Indian Village. Angeboten wurden laut Flyer viele interessante Einblicke in das traditionelle Leben der Miccosukee Indianer. Allerdings war keiner der Info-Stände auf dem Gelände besetzt, an denen man eigentlich Frauen bei der traditionellen Töpferarbeit etc. beobachten konnte. Das kann natürlich daran liegen, dass wir in der Nebensaison dort waren. Allerdings fühlten wir uns, nachdem wir einen nicht allzu kleinen Eintrittspreis bezahlt hatten, doch ein wenig verarscht. Das Museum im Village war süß und klein, aber sehr interessant.

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Lichtblick waren die Alligator Demonstrations, bei denen die Indianer noch einmal die Kraft und Schnelligkeit der Alligatoren, aber auch ihre eigene Kraft und Schnelligkeit im Umgang mit diesen Tieren bewiesen. Es war wirklich beeindruckend. Aber auch hier fand ich den Umgang mit den armen Tieren wieder höchst fragwürdig.

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Danach machten wir uns auf den Weg in den Everglades National Park, auch wenn der Tag so langsam schon mehr als fortgeschritten war. Das Gute daran: Am Eingang des National Park wurde keine Gebühr mehr verlangt. Ob das Zufall war, oder ab einer bestimmten Uhrzeit so ist, kann ich euch allerdings nicht sagen. Im National Park gibt es zahlreiche Boardwalks, auf denen man die Flora und Fauna der Everglades bestaunen kann. Meine Highlights:

  • Einen tollen Blick auf die offene Sägegrasprärie der Everglades erhält man am Pa-hay-okee Overlook.
  • Der Mahogany Hammock Boardwalk führt durch die größten Bauminseln (Hammocks) des Parks. Wirklich wunderschön!

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Die Everglades waren für mich ein echtes Highlight dieser Reise und sind mit nichts, was ich bisher auf meinen Reisen gesehen habe, vergleichbar. Ein echtes Muss für Alle, die durch Florida reisen, auch wenn man sich sonst nicht so sehr für die Natur interessiert. Das muss man einfach gesehen haben.

Nach einem wirklich schönen und beeindruckenden Tag ging es dann für uns in unser Motel für diese Nacht. Das Travelodge Motel in Florida City war für mich das schönste, der spontan gebuchten Motels entlang unserer Strecke und ist wirklich uneingeschränkt empfehlenswert!

Weitere Details zu unserer Reise in den jeweiligen Beiträgen:

(Sobald die Beiträge erschienen sind, werde ich sie hier auch verlinken.) Falls ihr noch Fragen zu unserer Reise oder einem Detail der Reise habt, fragt gerne in den Kommentaren nach oder schreibt mir eine Mail an info@rassambla.de.

One Comment

  • Jana

    Die Everglades sind für mich auch ein absolutes Muss.

    Wir waren im August dort und verbrachten in den Everglades einen wahnsinnig aufregenden Tag, den wir nie vergessen werden. Die bis zu 3,4 Meter langen Alligatoren und die Schönheit der Everglades konnten wir auf einer Airboat Tour bewundern. Ich liebe die rasante Fahrt über die Sümpfe. Bei einem kurzen Stopp mitten in den Everglades konnten wir den riesigen Alligatoren direkt in die Augen sehen. Sie waren nur wenige Zentimeter vom Boot entfernt. Die Everglades sind einfach Abenteuer pur: http://janasreisefieber.blogspot.de/2013/11/die-everglades-erstrecken-sich-auf-uber.html

    Mehr über unsere Erlebnisse auf unserem Road Trip quer durch die USA findest du auf meinem Reiseblog. Ich freue mich über deine Kommentare.

    Viele Grüße

    Jana

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