Reisebericht Florida: Florida Keys – Teil 1

Nirgendwo ist man in den USA der Karibik so nahe, wie auf den Florida Keys. Dieses kleine Idyll am südlichsten Zipfel der USA ist eine echte Oase der Erholung und meiner Meinung nach ein MUSS für jede Florida Rundreise. Traumhaft schön!

An dieser Stelle möchte ich gleich noch ein wenig Wikipedia-Wissen einstreuen:

Die Florida Keys sind eine Kette aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 km (180 Meilen). Sie liegen vor der Südspitze der Halbinsel Florida zwischen dem Golf von Mexiko und dem Atlantischen Ozean.

Bis zu einem Hurrikan im Jahr 1935 waren die Inseln durch eine Eisenbahnlinie verbunden. Heutzutage erreicht man die Inseln über die 42 Brücken des Overseas Highway, der anstelle der Eisenbahnlinie errichtet wurde und bis nach Key West reicht. Die bekannteste der Brücken ist die „Seven Mile Bridge“. Sie verbindet Vaca Key (Marathon) mit Bahia Honda und überquert dabei Pigeon Key. Ihrem Namen entsprechend hat diese Brücke eine Länge von sieben Meilen (11 km).

Nur mit dem Boot zu erreichen sind die abgelegenen und unbewohnten Inseln der Marquesas Keys (etwa 50 km westlich von Key West) und der Dry Tortugas (113 km westlich von Key West), die das eigentliche Ende der Florida Keys im Westen markieren. Unter Wasser erstreckt sich das drittgrößte tropische Korallenriff der Welt.

Eine kurze Übersicht der Keys:

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Tag 8: Florida Keys – Tierische Krankenhäuser und Ankunft auf Key West

Wir starteten am Morgen des achten Tages von Florida City in Richtung der Florida Keys. An diesem Tag wollten wir zunächst einmal einige Meilen hinter uns bringen und nur ein paar kurze Zwischenstopps auf dem Weg nach Key West einlegen.

Unser Besuch auf den Keys begann tierisch. Den ersten Stop machten wir im Florida Keys Wild Bird Rehabilitation Center auf Tavernier. Dort werden verwundete und kranke Vögel gepflegt und können sich in großen Käfigen in ruhiger Umgebung erholen. Ein Besuch dort kostet an sich keinen Eintritt, aber um eine großzügige Spende wird gebeten. Diese gibt man natürlich gerne für die armen Tiere. Man kann sich frei auf dem Gelände bewegen und die Vögel beobachten. Die Papageien unterhalten sich gerne mit jedem Besucher, der sich etwas länger mit ihnen beschäftigen möchte 🙂

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Besonders bemerkenswert: Pelikane „laufen“ überall auf dem Gelände des Rehabilitation Centers frei herum. Am Anfang muss man sich noch ein wenig daran gewöhnen, da diese doch recht groß sind und einem ein wenig Respekt einflößen. Sie machen einem aber bereitwillig auf den schmalen Stegen platz, wenn man vorbei laufen möchte.

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Zum Abschluss eine kurze Zusammenfassung wichtiger Infos, falls ihr das Florida Keys Wild Bird Rehabilitation Center besuchen möchtet:

Öffnungszeiten:
Sunrise to sunset

Preise:
Spende nach eigenem Ermessen

Adresse:
93600 Overseas Hwy
Tavernier, Florida 33070

Als nächstes besuchten wir das Turtle Hospital auf Marathon. Auf diesen Besuch hatte, besonders mein Freund, schon seit Tagen hin gefiebert. Das Turtle Hospital wurde 1986 eröffnet und verfolgt seitdem folgende Ziele:

  • Verwundete Seeschildkröten gesund pflegen und wieder in die Natur entlassen
  • Die Öffentlichkeit aufklären und informieren
  • Forschung unterstützen und betreiben
  • Schärfere Umweltschutzgesetze fordern, die die Strände und das Wasser für die Seeschildkröten sicherer und sauberer machen

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Ein paar kurze Infos zum Turtle Hospital:

Öffnungszeiten:
Täglich von 9 bis 18 Uhr, Führungen werden stündlich angeboten

Preise für die Führung:
Erwachsene $18.00
Kinder $9.00

Adresse:
2396 Overseas Hwy
Marathon, Florida 33050

Auf der Website wird zwar empfohlen sich einen Platz für diese Touren zu reservieren, aber wir hatten Glück und konnten spontan bei einem solchen Rundgang dabei sein.

Dabei wird man zunächst sehr umfassend über Wasserschildkröten aufgeklärt und die verschiedenen Schildkrötenarten vorgestellt: Loggerhead, Green, Hawksbill und Kemp’s Ridley nennen sich die vier Schildkrötenarten, die im Turtle Hospital behandelt werden.

Und so eine Schildkröte kann ganz schön groß werden:

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Um diese vielen verschiedenen Arten behandeln zu können, verfügt das Hospital über modernste Ausrüstung. Diese kommt teilweise von lokalen Krankenhäusern und Ärzten, aber auch von Spenden, Naturschutzorganisationen und Einzelpersonen.

Nach einem kurzen Einblick in den ärztlichen Bereich des Hospitals geht es zum „Rehabilitation Center“. Dort können sich die geretteten Schildkröten erholen. Viele davon können nach einer kürzeren, oder längeren Behandlungszeit wieder in die Wildnis entlassen werden. Andere Schildkröten sind leider so schwer verwundet, dass sie als Dauergäste im Hospital leben. Dies betrifft vor allem Wasserschildkröten mit dem Bubble-Butt Syndrome (dabei wird Luft im Panzer eingeschlossen und die Schildkröten können nicht mehr richtig tauchen) oder Schildkröten, denen mehrere Flippers amputiert wurden.

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Ein Besuch im Turtle Hospital ist auf jeden Fall empfehlenswert – interessant und lehrreich zugleich. Zudem unterstützt man mit seinem Eintrittsgeld die Arbeit des Hospitals. Es macht ein wenig traurig, wie häufig darauf hingewiesen werden muss, dass man seinen Plastikmüll nicht am Strand liegen lassen darf, damit er nicht ins Meer geweht wird. Vor allem Pastiktüten sind für Wasserschildkröten gefährlich, da sie diese im Wasser für Quallen halten und fressen.

Anschließend fuhren wir zu unserem Motel auf den Keys: Das Blue Marlin Motel

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Dieses ist durch seine zentrale Lage direkt in Key West und die kostenlosen Parkplätze wirklich empfehlenswert. Zum nächsten Strand sind es nur wenige Minuten zu Fuß und auch die Stadt kann zu Fuß erkundet werden.

Zudem bietet das Motel einen relativ großen und schönen Pool, an dem man Abends für ein bis zwei Stunden die Seele baumeln lassen kann:

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Ein kleines Paradies auf der Insel!

Im zweiten Teil zu den Florida Keys erzähle ich euch dann von unserer Erkundungstour durch Key West und unserer Schnorcheltour zum drittgrößten tropischen Korallenriff der Welt. In Teil 3 geht es dann weiter mit meinem Bericht zum Key West Butterfly House und dem Bahia Honda State Park.

Weitere Details zu unserer Reise in den jeweiligen Beiträgen:

(Sobald die Beiträge erschienen sind, werde ich sie hier auch verlinken.)

Falls ihr noch Fragen zu unserer Reise oder einem Detail der Reise habt, fragt gerne in den Kommentaren nach oder schreibt mir eine Mail an info@rassambla.de.

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