Personal

#rp14 // re:publica 2014 – Mein Fazit

Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat und nette Menschen trifft. Dieser Satz trifft für mich Jahr für Jahr für die re:publica zu. In der letzten Woche fand erneut DIE Konferenz zu diesem Internet statt. In 2014 unter dem Motto „Into the wild“.

Für mich war es bereits das dritte Jahr, in dem ich die re:publica besuchte. Seit meinem ersten Besuch in 2012 ist sie zum festen Bestandteil meiner Jahresplanung geworden und Jahr für Jahr werde ich auch wieder daran erinnert, warum: Ich mag die Atmosphäre und den Geist, der auf dem Gelände herrscht. Es hat schon irgendwie etwas von Festival. Dennoch beschäftigt man sich in den Sessions mit ernsten Themen. In vielen Berichten, die bereits zur re:publica geschrieben wurden, konnte ich lesen, dass diese nun erwachsen geworden wäre. Und in der Tat hatte ich das Gefühl, dass die Vorträge ernster geworden sind und auch von Jahr zu Jahr mehr politische Themen diskutiert werden. Ich halte das für eine gute und wichtige Entwicklung. Gerade das letzte Jahr hat gezeigt, dass das Internet, auch wenn es grenzenübergreifend genutzt werden kann und die Grenzen dort quasi verschwinden, dennoch abhängig ist von Politik und Grenzen der realen Welt.

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Begegnungen

Trotz all der ernsten Themen ist die re:publica für mich jedoch Jahr für Jahr der Ort und die Zeit, um Menschen zu treffen und über digitale Themen zu diskutieren. Die Begegnungen und der Austausch machen die re:publica erst zu dem was sie ist „Die Konferenz. Das Ereignis.“. Auch in diesem Jahr konnte ich wieder viele neue Kontakte knüpfen und habe einige sehr sympathische Menschen kennengelernt. Besonders schön ist es außerdem auch immer endlich mal Leute in real zu treffen, die man bisher nur über soziale Kanäle, wie Twitter, kennt. Noch besser ist es dann, wenn diese Menschen dann auch noch im realen Leben genauso sympatisch sind, wie online 🙂 In jedem Fall ist und bleibt die re:publica für mich DAS jährliche Event um alte Bekannte zu treffen und neue Freunde zu finden.

Vorträge

Leider war ich in diesem Jahr nicht ganz so gut auf das Programm vorbereitet wie in den letzten Jahren. Die Tage und Wochen vor meiner Reise nach Berlin waren einfach zu voll gepackt mit anderen Themen. Ich habe daher in diesem Jahr auch weniger Sessions besucht als die Jahre zuvor und durch spannende, interessante und vor allem auch nette Gespräche auf dem „Affenfelsen“ oder im Innenhof der Station ersetzt. Eine gute Entscheidung.

Dennoch möchte ich euch meine Highlights der Vorträge nicht vorenthalten:

  • Opening Keynote mit den Yes Men
    Die „Yes Men“ Andy Bichlbaum und Mike Bonanno stellten eines ihrer neuesten Projekte, ihre Aktivitäten und ihr Vorgehen dazu vor. Spannende Einblicke in die Arbeit der Aktivisten.
  • Die Stein-Strategie
    Zentrale Aussage: “Die besten Profis verstehen, wie viel Zeit sie zur Verfügung haben, um eine Entscheidung zu fällen, unter Maßgabe dieses Zeitfensters warten sie dann, so lange sie irgend können.” Warum es sinnvoll ist erstmal abzuwarten anstatt in blinden Aktionismus zu verfallen. Wer nicht dabei war: Auf jeden Fall die Aufzeichnung ansehen!
  • Rede zur Lage der Nation
    Leider ärgere ich mich sehr über mich selbst, dass ich bei diesem Vortrag nicht anwesend war und ihn mir nur im Nachgang die Aufzeichnung angesehen habe. Im letzten Jahr fand ich die Session von Sascha Lobo leider nur wenig berauschend, warum ich in diesem Jahr entschied gegen den Hype zu handeln und einen anderen Vortrag zu besuchen. Leider keine gute Entscheidung. Lobo tritt die „Netzgemeinde“ in den Arsch (sorry für die Ausdrucksweise) und erklärt, warum uns das Internet mehr Wert sein sollte. Hier die Aufzeichnung ansehen!
  • Social Media & Recht: Saisonrückblick 2014
    Wie auch in den Jahren zuvor eine sehr unterhaltsame, aber auch lehrreiche Veranstaltung rund um das Thema Recht in diesem Internet. Natürlich auch wieder mit dem alljährlichen Bullshit-Bingo. So machen Rechts-Themen Spaß!

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Fazit

Nochmal, nochmal! Leider gehen die 3 Tage in der Station immer viel zu schnell vorbei. Ich habe einige interessante Vorträge gesehen, viele nette Menschen getroffen und hatte sehr viel Spaß. Aber nach der #rp14 ist vor der #rp15. Diese wird daher im nächsten Jahr wieder einen festen Platz in meinem Terminkalender erhalten.

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