Fernweh

4 Tage in Amsterdam – Part 2

Auch wenn es schon etwas länger her ist, dass ich über den ersten Teil unseres City-Trips nach Amsterdam berichtet habe… hier und heute geht es endlich weiter. Und ich gelobe Besserung. Für die nächsten Teile müsst ihr nicht mehr so lange warten!

Am zweiten Tag unseres Besuchs im schönen Amsterdam schnürten wir zunächst einmal unsere Laufschuhe und rannten eine Runde durch den Vondelpark. Der zweitgrößte und bekannteste Park in Amsterdam ist nach dem niederländischen Dramatiker Joost van den Vondel benannt. Mit 47 Hektar, ermöglicht er eine kleine Laufrunde, die inklusive dem Hin- und Rückweg von unserem Hotel eine perfekte Länge anzubieten hatte.

Spaziergang durch Plantagebuurt und das alte östliche Hafengebiet

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, zogen wir dann von unserem Hotel los in Richtung Waterlooplein. Dort findet man zum einen die Stopera, das (wie der Name schon sagt) sowohl Stadhuis (Rathaus) und die Opera (Oper) beherbergt. Neben der Stopera prägt vor allem auch der Waterloopleinmarkt das Bild dieses Platzes. Leider ist der Markt inzwischen sehr touristisch und soll früher sehr viel mehr Charme gehabt haben. Deswegen schlenderten wir nur kurz über den Markt und zogen dann auch direkt weiter.

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Unser Spaziergang durch die Stadt führte uns dann zunächst einmal durch den Stadtteil Plantagebuurt, vorbei am Wertheimpark, dem Hortus Botanikus zum Eingang des Artis Zoo. Da wir aber noch so viel von der Stadt selbst sehen wollten, entschieden wir uns gegen einen Besuch des Zoos.

Weiter ging es für uns dann in Richtung des Entrepotdok:

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Die Stapelhäuser am Entrepotdok erinnerten mich ein wenig an die Hamburger Speicherstadt. Die Stapelhäuser tragen jeweils den Namen einer niederländischen oder belgischen Handelsstadt und waren früher für die Lagerung zollfreier Waren genutzt worden. In den 1980er Jahren wurden sie dann in Wohnungen umgewandelt. Zudem findet sich dort auch das ein oder andere Café. In einem davon ließen wir uns nieder und genossen die Frühlingssonne und einen leckeren Kaffee.

Der Name Entrepotdok stammt übrigens vom französischen „entrepôt“ (Lager) und die Benamung des Viertels stammt aus der Zeit der französischen Besatzung unter Napoleon. Aus dieser Zeit stammt auch die Oranje Nassau Kazerne, zu der man gelangt, wenn man den Entrepotdok bis zum Ende hinunter spaziert. Diese wiederum kann sich die längste Fassade ganz Amsterdams auf die Fahne schreiben.

Wendet man sich dann anschließend in Richtung Nord-Osten gelangt man zu den Molen de Goyer:

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Die Molen de Goyer ist eine der wenigen verbliebenen Windmühlen im Stadtgebiet von Amsterdam. Interessant ist, dass diese Mühle nicht immer dort stand, wo sie heute steht und sie umgezogen wurde. Heute wird dort allerdings nichts mehr gemahlen. Die Mühle ist inzwischen ein Wohnturm. Für alle Bier-Freunde: Direkt neben der Mühle wird übrigens in der Brouwerij’t IJ Bier gebraut und auch ausgeschenkt.

Vorbei an der Oosterkerk gingen wir dann weiter in Richtung Het Scheepvaartmuseum. Das Schifffahrtsmuseum von Amsterdam ist sicher spannend für Alle, die sich mehr für die Seefahrt und Schiffe interessieren. Da ich in den letzten Jahren bereits in Hamburg das Internationale Maritime Museum besichtigt hatte, sowie das Vasa Museum in Stockholm, war mein Bedarf daran erst einmal gedeckt. Zudem war das Wetter einfach viel zu schön für einen Tag im Museum.

Direkt neben dem Schifffahrtsmuseum liegt außerdem auch der Nachbau des VOC-Dreimasters Amsterdam. Auf jeden Fall interessant anzusehen!

Nachdem wir nur einen kurzen Blick in den Eingangsbereich des Museums geworfen hatten, entschieden wir uns direkt weiter zu gehen. Ein Blick in den Reiseführer werfen und weiter geht’s…

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Fast direkt neben dem Schifffahrtsmuseum findet man auch das interaktive Wissenschaftsmuseum NEMO, das auf spannende Weise die Themen Energie, Kommunikation und Mensch vermitteln möchte. Das Gebäude selbst fällt allein schon durch seine Form, welche die eines riesigen Schiffs hat, auf. Aber wie bereits gesagt: Das Wetter war einfach zu gut für Museumsbesuche.

Dennoch statteten wir der schönen und großen stufenförmig angelegten Terrasse des NEMO einen Besuch ab und genossen dort die Sonne, ein Eis und vor allem die Aussicht über die Stadt:

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Im Anschluss daran schlenderten wir noch ein wenig weiter durch die Straßen in Richtung Hauptbahnhof und Innenstadt, vorbei an den Diamantschleiferei Gassen und den Schreierstoren, einem kleinen Türmchen der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer. Zu diesem gibt es auch eine besonders schöne Legende: Der Turm soll seinen Namen von den weinenden Seemannsfrauen haben, die ihren Männern beim Abschied in eine ungewisse Zukunft auf See zuwinkten. Hach, wie ich solche Legenden liebe! <3

Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem Schlendern durch die vielen Straßen und Gassen entlang der schier endlosen Grachten Amsterdams. Hier mal ein paar Pommes mit Käsesoße essen, dort einen Abstecher in einen Coffeeshop machen und vor allem die Atmosphäre dieser durchweg schönen und spannenden Stadt genießen.

Ich hätte einfach endlos durch diese Straßen spazieren können:

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Aber jeder Tag neigt sich einmal dem Ende und so auch unser zweiter Tag in Amsterdam.

Weiter geht es dann im 3. Teil unseres Städtetrips nach Amsterdam mit einer Radtour durch Amsterdam Noord an Tag 3 und einem Besuch des Amsterdam Museum an einem verregneten 4. und letzten Tag.

Unser Städtetrip Amsterdam in der Übersicht:

Tag 1: Altes Zentrum, westlicher Grachtengürtel und Jordaan
Tag 2: Plantagebuurt und altes östliches Hafengebiet
Tag 3: Fahrradtour durch Noord und durch die Stadt
Tag 4: Shopping und Amsterdam Museum

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