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Eine Woche Saft Detox – Mein Rückblick

Nun ist es schon wieder 2 Wochen her, dass meine Woche Saft Detox zu Ende ging und hier bekommt ihr nun endlich meinen kurzen Bericht:

Vorher: Der Plan

Hier halte ich zunächst noch einmal die Parameter meiner Woche fest. Was habe ich genau getan? Der ursprüngliche Plan sah vor, dass ich mich am Konzept „Juicing for Weight Loss“ von Joe Cross orientiere. Dazu hatte ich mir auch die App „101 Juice Recipes“ heruntergeladen. Das Konzept sieht vor, dass man täglich 6 „Mahlzeiten“ selbst gepresste Säfte zu sich nimmt. Allerdings sollten diese Säfte auch so ausgewogen sein, dass man sowohl Obst- als auch Gemüsesäfte trinkt. Und da kam schon das erste Problem an den Tag: Gemüsesaft? Brrr. So gut mir dieses Konzept gefällt, aber ich bin einfach kein Freund von Gemüsesaft. Obstsaft mit Karotte ja. Aber reiner Gemüsesaft? Urgs. Da es außerdem draußen das erste kühle Herbstwetter vor der Tür wartete, entschied ich mich für eine warme Mahlzeit am Tag: Eine frisch zubereitete Suppe. Da bereits auch wieder Kürbiszeit war, auch eine sehr gute Entscheidung. Wichtig dabei: In die Suppe kam nur Gemüsebrühe, frisches Gemüse, ein wenig Kokosmilch und ein paar Gewürze.

Das bedeutet, meine Tage bestanden aus folgenden Mahlzeiten:
Frühstück, Snack (ca. 10 Uhr), Mittag, Snack (ca. 16 Uhr), Dessert: Frisch gepresster Obstsaft
Abendessen: Frische Gemüsesuppe
Zwischendurch natürlich viel Wasser.

Da meine Woche Saft-Detox am Montag starten sollte, ging ich also am Samstag los und machte einen Großeinkauf. So viel Obst habe ich glaube ich in meinem ganzen Leben noch nie auf einmal gekauft ^^.

Mittendrin: Meine Woche

Am Sonntag Abend ging es los: Da ich meine Detox-Woche in einer ganz normalen Arbeitswoche geplant hatte, war Vorbereitung die halbe Miete. D.h. abends bereitete ich immer die Säfte für den darauf folgenden Tag vor. Ich hätte die Säfte zwar auch morgens machen können, aber den Aufwand wollte ich mir dann am frühen Morgen doch nicht machen. Meine abendliche Routine bestand also ab Montag darin die Suppe für den Abend zuzubereiten und während dessen die Säfte für den Folgetag zu entsaften.

Die ersten beiden Tage hielt ich mich noch an die Rezepte von Joe Cross und testete verschiedene Rezepte aus. Diese waren auch wirklich alle lecker. Aus praktischen Gründen entschied ich mich dann ab Mittwoch aber zum „Freestyle-Entsaften“. So musste ich nicht sicherstellen, dass bestimmte Zutaten vorhanden waren, sondern habe einfach entsaftet und zusammengestellt, was ich gerade da hatte. Da ich ja doch schon das ein oder andere Mal zuvor entsaftet hatte und einige Rezepte von Joe Cross ausprobiert hatte, funktioniert das sehr gut und reduzierte meinen Vorbereitungs- und Einkaufsstress deutlich.

Genutzt habe ich für das Entsaften meinen Entsafter aus der Philips Avance Collection HR1869/01. Dieser lässt sich angeblich besonders leicht reinigen. Ich muss sagen, es war trotzdem jedes Mal ein Aufwand das Ding nach dem Entsaften zu reinigen. Und wenn er wirklich sehr viel schneller zu reinigen ist, als andere Entsafter, will ich gar nicht wissen, wie aufwendig es mit anderen Entsaftern ist.

Die Umstellung an den ersten beiden Tagen war noch ziemlich hart und ich fühlte mich am Abend sehr müde und ausgelaugt, obwohl ich nur einen normalen Tag im Büro verbracht hatte. Ab dem 3. Tag war aber auch das vorbei und ich fühlte mich einfach nur noch gut. Mein Körper hatte sich wohl an die reduzierte Nahrungszufuhr gewöhnt.

Allerdings fand mein Entsafter meinen Plan, eine Woche Saft-Detox machen zu wollen, wohl nicht so gut. An Tag 6 gab er Vormittags auf. Während ich gerade wieder entsaften wollte, begann es auf einmal angebrannt zu riechen und Rauch stieg aus meinem Entsafter auf. Irgendwie schien das alles zu viel für ihn gewesen zu sein. Und so wurde meine Kur am Samstag Mittag etwas früher beendet als geplant.

Das Ergebnis / Mein Ziel

Nach einer Woche Detox hatte ich tatsächlich 3,5 kg abgenommen und fühlte mich großartig. Dass diese Abnahme aber natürlich nicht von Dauer sein würde, war mir von Anfang an klar. Nach einer Woche mit nur Saft und Suppe blieb der Jojo-Effekt mit der erneuten Aufnahme von normaler Nahrung nicht aus. Aber dennoch war dieser Moment sehr schön.

Schön war aber vor allem, dass ich es mir selbst bewiesen hatte, dass ich es schaffen konnte. Eine Woche nur mit Saft und Suppe. Nachdem ich bei #FitterMe2014 in letzter Zeit nur noch wenig Fortschritte gemacht hatte, weil ich nicht konsequent dran geblieben war, zeigte mir diese Woche, dass ich immer noch konsequent an etwas dran bleiben kann, wenn ich nur will. Und das war für mich in dieser Woche das wichtigste Ziel: Die psychologische Erkenntnis, dass ich kann, wenn ich will.

Mein Fazit: Hungergefühl? Come on!

Ich muss sagen, dass ich erstaunt war, wie einfach es mir gefallen ist. Vor der Woche hatte ich gedacht, dass ich den ganzen Tag mit knurrendem Magen herum laufen würde. Spannenderweise hatte ich tatsächlich nicht mehr Hunger als sonst. Es ist erstaunlich mit wie wenig Nahrung der menschliche Körper eigentlich auskommt. Dennoch beschäftigte ich mich an den ersten beiden Tagen in der Mittagspause mit dem Stromern durch die Innenstadt, um mich vom Essen abzulenken. Mich in den ersten Tagen mittags mit den Kollegen an den Tisch zu setzen, wollte ich einfach nicht. Den Anderen beim Essen zusehen, während ich an meinem Saft nippe, schien mir erst einmal unvorstellbar. Ab dem 3. Tag war aber auch das möglich.

Eigentlich machte mir weniger mein Hungergefühl zu schaffen. Was mir wirklich fehlte: Kauen. So doof es klingt, aber nach einigen Tagen flüssiger Nahrung freute ich mich richtig darauf wieder in etwas hinein zu beißen und zu kauen.

Was mich an dieser Woche am meisten gestört hat, war der Aufwand, den ich jeden Abend mit dem Entsaften hatte. Natürlich muss ich sonst auch jeden Abend Essen zubereiten, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es für mich immer sehr viel Aufwand für so ein bisschen Saft war. Was außerdem noch dazu kam: Der riesige Verbrauch von Obst. Es ist der Wahnsinn, wie viel Obst man für einen einzigen Saft benötigt. Ich hätte es niemals geschafft all dieses Obst komplett zu essen. Und irgendwie war es auch schade jeden Tag so viel Reste nach dem Entsaften weg zu werfen.

Alles in Allem fand ich es eine spannende Erfahrung und kann diese Erfahrung nur empfehlen. Würde ich es wieder machen? Vielleicht schon. Der Aufwand war schon etwas hoch. Schön wäre es, wenn diese fertigen Saftkuren mal etwas günstiger werden würden.

Eine solche Kur ist nicht für die dauerhafte Abnahme geeignet, sondern dazu den Körper einmal von dem ganzen Quatsch zu reinigen, den wir sonst zu uns nehmen. Das kann natürlich aber auch auf anderen Wegen erreicht werden und es gibt auch noch zahlreiche andere Detox-Konzepte.

Solltet ihr noch Fragen zu meiner Woche und meinen Erfahrungen haben, freue ich mich auf eure Fragen in den Kommentaren!

3 Comments

  • Uli

    6 Tage Saft-Detox finde ich schon beeindruckend. Ich habe damals nur 2,5 Tage geschafft, aber lese immer wieder wie gut sich die Leute nach circa einer Woche fühlen. Das Konzept ist natürlich gut, aber ich ergänze meinen Nahrungsplan zur Zeit lieber einfach durch grüne Säfte und bin schon froh, auf diese Weise viel Gemüse und Obst zu mir zu nehmen. Das Freestyle-Entsaften kommt mir übrigens bekannt vor, denn ich stelle mir meist auch spontan einen Saft zusammen, wenn ein bestimmtest Obst fehlt und nehme dann auch mal zur Not ein Gemüse. Ein festen Einkaufsplan für jeden Saft habe ich jedenfalls nicht und entscheide oft direkt im Supermarkt, was mir schmecken könnte.

    • rassambla

      Hi Uli,
      ich fand es auch echt hart das wirklich 6 Tage durchzuhalten.
      Einfach ist es auf jeden Fall nicht. Vor allem für mich, da ich immer gerne mal eine Kleinigkeit nasche.

      Seit der Woche Detox versuche ich auch immer mehr frische Säfte und Smoothies in meinen Alltag zu integrieren und trinke daher in letzter Zeit sogar eher grüne Smoothies. Die enthalten noch mehr Nährstoffe als die reinen Säfte 🙂

      Vielen Dank auf jeden Fall für dein Feedback! Ich freue mich immer andere Erfahrungen dazu zu lesen und zu hören.

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