Fernweh

Eine Woche Surfen in Marokko #rassamblagoessurfing

Nun ist es fast schon wieder einen Monat her, dass ich in Marokko Sonne, Strand und grandiose Wellen genießen konnte. Und ich muss sagen: Es war ein einfach wunderbarer Urlaub! Heute gibt es daher für euch noch einen kurzen Rückblick…

An- und Abreise

Die Anreise nach Marokko verlief mit Ryanair von Düsseldorf (Weeze) nach Agadir eigentlich recht problemlos. Ja, die Flieger von Ryanair sind nicht gerade Luxusmaschinen und es gibt weder Getränke noch sonstige kostenlose Annehmlichkeiten an Bord, aber dafür war der fast vierstündige Flug mit 80€ auch recht günstig. Alles in Allem kann ich mich nicht beklagen. Der Flug ging pünktlich und wir hatten sogar eine Reihe für uns alleine. Einwandfrei.

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In Agadir angekommen wurden wir direkt von einem Fahrer abgeholt, da ich bei Pro Surf Morocco das „Komplett-Paket“ gebucht hatte 🙂 D.h. es ging für uns ganz stressfrei mit einem Fahrer vom Flughafen Agadir nach Tamraght in unser Riad.

Die Rückreise verlief ähnlich entspannt. Da wir nach einer Woche am Strand noch das lebendige Marrakesch besuchen wollten, fuhren wir mit einem Bus von Supratours von Agadir nach Marrakesch. Die Busse von Supratours kann ich dabei nur empfehlen: Ausgestattet mit Klimaanlage und auch sonst auf dem neuesten Stand. Wenn man Tickets kauft, reserviert man damit auch einen Sitzplatz. Man muss also keine Angst haben in einem überfüllten Bus stehen zu müssen. Die Busse funktionieren genauso wie die Überlandbusse in Deutschland auch und sind ähnlich komfortabel.

Der Rückflug ging dann von Marrakesch nach Hamburg mit Germania. Da ich die Fluglinie bisher noch nicht kannte und vorab kein Online CheckIn möglich war, war ich da zunächst etwas skeptisch und gespannt, was mich erwartet, aber ich muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Einen Flug mit Germania kann ich nach meiner ersten Erfahrung nur empfehlen.

Unterkunft

Das Riad Imourane liegt in einer kleinen Seitenstraße von Tamraght, ca. 10 Minuten Fußweg vom Strand entfernt. Mit einem kleinen Innenhof mit Pool, sowie ausreichend Sitzgelegenheiten auf der Dachterrasse ist es super für einen gemütlichen Abend nach dem Surfen ausgestattet. Da kann man die Seele richtig baumeln lassen. WLAN ist nur in den öffentlichen Bereichen im Erdgeschoss verfügbar. Der nette Nebeneffekt: Die Internetsüchtigen treffen sich alle im Innenhof oder der kleinen Sitzecke beim Empfang, da dort die beste Verfügbarkeit zu finden ist.

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Innenhof des Riad Imourane

Das Frühstücksbuffet ist ausreichend, aber leider wenig abwechslungsreich. Wobei das Wort Buffet dafür tatsächlich auch schon übertrieben wäre. Aber es gibt Kaffee, Saft, Obst, Wurst, Marmelade, etc., so dass man nicht hungrig in den Tag starten muss. Kein Luxus, aber angemessen.

Die Zimmer sind, wie in einem Riad üblich, um den Innenhof gruppiert. Unser Zimmer war klein, aber gemütlich und schön eingerichtet. Da man ohnehin nur wenig Zeit im Zimmer verbringt vollkommen ausreichend und gemütlich.

Betreuung

Wie bereits zuvor erwähnt hatte ich eine Woche Surf Coaching Paket gebucht – quasi das rundum sorglos Paket. Denn: Brahim Habib Allah, unser Coach, ist Pro Surf Morocco und Pro Surf Morocco ist Brahim. Ganz anders als ich es im Drop In Surfcamp in Portugal kennengelernt hatte, ist die Betreuung durch Brahim sehr viel persönlicher. Brahim selbst hat schon an diversen Competitions in Afrika teilgenommen und dabei auch schon einige Auszeichnungen abstauben können. Man lernt also bei einem Pro, der weiß wovon er spricht. Wichtig ist ihm vor allem die persönliche Betreuung und er nimmt daher auch keine zu großen Gruppen gleichzeitig auf. Eine Anzahl von 5 – 6 Personen hat er mir als ideal beschrieben. Denn: Wenn man Urlaub mit Brahim macht, ist er nicht nur Surfcoach und Chef von Pro Surf Morocco. Während des Urlaubs ist er auch Chefkoch, Freund und Fremdenführer. Das bedeutet: An den meisten Abenden hat Brahim selbst für uns gekocht und wir hatten damit die Gelegenheit die marokkanische Küche aus nächster Nähe kennenzulernen und Einblick in die Küche zu bekommen.

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Dinner bei Brahim 🙂

Wir waren mit Brahim bei Freunden essen und er hat uns die Gegend aus seiner Sicht als Local gezeigt. Da er in Banana Village aufgewachsen ist, kennt er die Gegend wie seine Westentasche und kann einem daher sehr viel über die Region, aber natürlich auch über Marokko selbst und seine Menschen erzählen. Man hat das Gefühl dieses Land und seine Menschen so richtig kennen zu lernen. Ganz im Gegensatz zu meiner Erfahrung in Portugal, wo ich in einem deutschen Camp mit fast ausschließlich deutschsprachigen Personen zu tun hatte und quasi nichts von Portugal mitbekommen habe.

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Traumhafte Strände

Brahim stellt sich ganz auf die Bedürfnisse seiner Kunden ein und versucht ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Manchmal fand ich das fast schon ein wenig zu anstrengend, wenn wir fragten, was der Plan für den Abend wäre oder was es zu essen gibt und Brahim meinte: „As you like my friend. You can choose.“ Manchmal will man im Urlaub ja auch einfach sein Hirn ausschalten und nichts entscheiden müssen, wenn man das im Alltag täglich tut 🙂 An dieser Stelle: Thank you Brahim! We had a wonderful time with you!!

Surfen

Kommen wir zum wichtigsten Part: Wie war das Surfen? An den meisten Tagen waren wir mit Brahim und seinem unterstützenden Surflehrer Yassin (Snoopy) unterwegs. Sie holten uns jeden Morgen am Riad ab und entschieden dann an welchem der vielen Strände wir den Tag verbringen würden. Dabei spielten sowohl die Wellen selbst, als auch die restlichen Konditionen einen große Rolle. Brahim versuchte uns an die weniger überfüllten Strände zu bringen. Lieber ein paar weniger Wellen, aber dafür nicht so überlaufen, damit man sich, gerade als Anfänger, nicht ständig mit anderen Surfern ins Gehege kommt. Denn natürlich waren wir nicht die einzigen Surfer und gerade die größeren Surfcamps belegen einen Strand dann doch stark. In einem riesigen Line Up mit 50 anderen Surfern zu sitzen ist einfach nicht so geil, wie wenn man mehr Raum für sich hat und keine Angst haben muss unkontrolliert irgendwen zu rammen 😀

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Ich habe in dieser Woche sehr viel gelernt und hatte dieses Mal wirklich auch mal das Gefühl zu wissen was ich da tue. Nach meiner ersten Woche in Portugal war ich zwar angefixt und es hatte mir sehr viel Spaß gemacht, aber es war doch noch immer sehr viel Glück und weniger „ich weiß was ich tun muss“ dabei. Dieses Mal hatte ich das Gefühl die Wellen schon sehr viel besser einschätzen zu können und habe auch gemerkt, welchen Einfluss ich auf mein Brett nehmen kann.

Letztes Mal war ich einfach nur froh, wenn ich gestanden bin. Natürlich hat das sehr persönliche Coaching durch Brahim und Snoopy sehr geholfen, man muss aber auch dazu sagen, dass die Konditionen in Marokko für Anfänger deutlich besser waren als zu der Zeit, als ich in Portugal war. Die Wellen kamen sehr viel regelmäßiger und weniger durcheinander. Dieses Mal konnte ich wirklich die Sets erkennen, was mir in Portugal schwer gefallen war.

Fazit

Falls ihr Interesse habt ein persönliches Surf-Coaching oder -Guiding in Marokko zu buchen kann ich euch Pro Surf Morocco nur ans Herz legen. Ihr müsst auch keine kompletten Pakete buchen. Schreibt Brahim einfach, beispielsweise über die Facebook-Page von Pro Surf Morocco, an und er wird versuchen euch genau das zu bieten, was ihr benötigt. Egal ob das eine Unterkunft, nur Coaching oder einfach Gesellschaft ist 🙂

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Alles in allem kann ich eigentlich nur begeistert schwärmen und wenn ihr Interesse am Surfen habt raten: Ab nach Marokko! Ich fand das Land ja schon bei meinem ersten Besuch in 2014 großartig und nun hat es endgültig mein Herz gewonnen. Marokko ist in 4 Stunden gut zu erreichen und bietet vor allem in den Wintermonaten, wo es in Deutschland ungemütlich und kalt wird, noch ausreichend Sonne und natürlich vor allem Wellen, um sich eine entspannte Auszeit zu gönnen. Hin da!

2 Comments

  • kati

    danke für deinen schönen Review, mein freund und ich sind auch noch am überlegen, wo genau es nächstes Jahr wieder in den surfurlaub gehen soll. Beide ebenfalls noch Anfänger, die ein paar tage auf dem Brett standen und hin und weg sind, Marokko scheint auf jeden fall eine Überlegung wert zu sein 🙂 liebst kati <3

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